Geschichte des Karnevals

Woher der Begriff Karneval (Carneval) genau stammt ist nicht bekannt. Aus dem portugiesischen Carne (Fleisch) lässt sich Carneval mit Wegnahme von Fleisch übersetzen. Ähnlich wie beim lateinischen Ausruf carne vale „Fleisch lebe wohl“.

K├Âlner Karneval1855 wurde eine These publiziert, in der behauptet wurde, dass der Begriff von carrus navalis (Schiffskarren) herrührt. Inzwischen haben Forscher jedoch herausgefunden, dass es damals den Begriff carrus navalis im lateinischen nicht gegeben hat. Aber wo der Begriff Karneval ursprünglich auch geprägt worden war, so lässt sich über die heutige Bedeutung kaum streiten. Es beschreibt immer eine Zeit der Ausgelassenheit und Freude bevor die Fastenzeit beginnt. Neben dem Kölner Karneval sind die Karnevalsumzuüge von Rio de Janeiro weltberühmt. 

Über den Ursprung gibt es ebenso viele Vermutungen wie über die Herkunft des Namens. Am Meisten verbreitet ist die These, dass Karneval schon vor Christi Geburt als heidnische Tradition bekannt war. z.B. im 3. Jahrhundert v. Chr. in Mesopotamien.

Auch im antiken Rom, dass für seine ausschweifenden Feste und Feierlichtkeiten berüchtigt ist, soll man in dieser Zeit ausgelassen gefeiert und die üblichen gesellschaftlichen Regeln fallen gelassen haben.

Das der Ursprung des Namens und der Karnevalstradition so unklar ist, dürfte auch daran liegen, dass es seit Jahrhunderten in allen Kulturen die verschiedensten Bräuche gibt um den Winter zu verabschieden und den Frühling zu feiern. Da wäre es nicht verwunderlich, wenn einige dieser Bräuche ihre Spuren im Karneval hinterlassen hätten.

In keltisch-germanischen Kulturen war es z.B. Sitte, die Dämonen des Winters zu vertreiben in dem man sich maskierte und viel Krach machte.

Im Mittelalter wurden die Feste immer skurriler und nahmen drastische Ausmaße an. Was als Freudenfest begann, dass allen Gesellschaftsschichten offen stand und indem zeitweilig sogar die Rollen zwischen Herr und Sklave getauscht wurden, wurde letztendlich nach Ansicht der Kirche nicht mehr tragbar. Die Feierlichkeiten wurden jedoch nicht verboten sondern als Negativbeispiel geduldet. Erst in der Reformationszeit verschwand diese Tradition, weshalb inzwischen von  Forschern die These nicht mehr unterstützt wird, dass Karneval eine lange Geschichte hat, denn eine Tradition die sich aus vielen Bräuchen zusammensetzt, hätte in dieser Form, die lange Zeit des Vergessens nicht überstanden.

Im katholischen Raum ist der Karneval glücklicherweise nicht so sehr in Vergessenheit geraten.

Der Kölner Karneval hat viele Höhen und Tiefen durchlebt. So wollten die Franzosen im 18. Jahrhundert das Fest vergeblich verbieten.  Die Preußen die auf die französische Besetzung folgten, waren zwar beharrlicher hatten aber ebenso wenig Erfolg.

Die Karnevalsfeiern verlagerten sich von der Straße in die Kneipen und Wirtshäuser bis beschlossen wurde Karneval neu zu organisieren.

1822 wurde ein Comité gegründet welches die Karnevalszüge organisieren sollte und 1823 fand der erste Rosenmontagszug statt. Dieser war so erfolgreich, dass sich der Brauch mit dem neuen Helden Prinz Karneval schnell verbreitete und von da an auch in anderen Städten wie Mainz, Düsseldorf, Bonn, Aachen usw. Einzug hielt.

Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Karnevalsgesellschaften gegründet, die zum Karnevalszug beitrugen. Ebenso berühmt sind heute die Karnevalslieder und Geschichten, die seit damals in der Zeit zwischen dem 11.11 und Rosenmontag von Liedsängern und Büttrednern gesungen und erzählt werden.